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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
92
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92 III. Abtheilung. I. Kapitel.

Achter Abschnitt.

Von der Bildung des Regens in den Wolken.

§. 6zo.

Die Wolken, welche Regen verbreiten, sind vonden bisher betrachteten nur darinn verschieden, daß dieUrsache, welche ihnen Dünste verschaft, es in solchemUebermaaße thut, daß die gebildeten Bläschen, da siesich weder schnell genung ausdehnen noch verdunstenkönnen, sich häufig im Schooße der Wolken selbst be-rühren, wodurch ein Theil davon zerstört wird. AlleBläschen, welche sich also berühren, vereinigen sich,und es bilden sich allmählich ziemlich große Blasen, sodaß der Hang ihrer Wasserhülle zum Fallen ein merk-liches Verhältniß hat, mir dem Hange ihrer Theil-chen verbunden zu bleiben. Alsdann fliest also um dieseHüllen herum Wasser ab; wodurch ihr oberer Theilsich verdünnt und das inwendige ausdehnbare Flui-dum sie durchdringt und entweicht. So zerstören sichdie Seifenblasen, welche wir in die Luft steigen lassen,indem wir sie durch die heiße und dunstige Luft der Lun-gen aufblasen, Zuweilen fallen diese Blasen durch dasErkalten der Luft und der Dünste die sie enthalten, zu-rück, aber oft zerstören sie sich auch im Schweben, durchdas Herunterfließen ihres Wassers. Ihre Verdünnungläßt sie sodann mit den lebhaftesten Farben glänzen; vonwelchem Zeichen ihrer nahen Zerstörung man eine Ursachean dem Wassertropfen sieht, der sich an ihrem unternTheile bildet. Auf diese Art, sage ich, zerstören sich dieBläschen der Wolken: sie vereinigen sich zuerst, wieman auch die kleinen auf der Oberfläche des Seifen Was-sers erzeugten Blasen sich vereinigen sieht; und wenn siedann zu einer gewissen Größe gekommen sind, platzen sieund bilden kleine Tröpfchen, welche zu fallen anfangen:

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