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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
90
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9O III. Abtheilung. I. Kapitel.

hier hervorgebracht sind, durch das, was den Augenblickzuvor nickt Dunst war. Zwar macht die Unbeweglich-keit der Quelle der Wolke im letztern Falle einige Ver-wirrung; dies konnte aber nur eine relative Unbewcglich-keit seyn; d. h. die Wolke rückte mehr durch ihrenHintertheil als durch den Vordcrtheil vor, weil sie sichverlängerte. Ueberdieß aber betritt diese Schwierigkeitdie Ursache der Wolken selbst, die ich nickt entdeckt! zuhaben verlange: ich will hier nur das Faktum festsetzen,nämlich: daß sich hier waffeoigte Dunste bildeten undin solchem Ueberflussc, daß daraus eine Wolke entstand;welche sicherlich rund umher verdunstete, wie es jeder inheiterer Luft schwebenden Wolke begegnet.

§. 6; st.

Ich habe oft und noch näher Phänomene von der-selben Klasse beobachtet; ich will mich aber hier auf eineeinzige dieser Beobachtungen einschränken, welche hin-reichen wird, um einen deutlichen Begriff von dem Phä-nomen zu geben. AIs ich in die Gebirge von Neufchate!im Monath May > 782. rcisete, befand ich mich einesMorgens, da ich zur Seite von Reufchatel gieng, in einerVerengerung des Thals von MotleL-DrcwiU'ß, dasllu Clüsttte hcist. Jenseits des engen Weges öfnen sichdie Gebirge und vorzüglich, weil das zur Rechten einegroße Aushöhlung als Amphitheater hat; es heist^v»^Die Sonne war seit einigen Stunden aufge-gangen und die Luft sehr heiter, bis auf einige Wolken,die in derselben Höhe längst den Gebirgen erschienen.Da ich mich der Clüsette näherte, sahe ich oben über demengen Wege eine Wolke in Bewegung, welche das Thalwieder hinaufzusteigen suchte, und wo sie jedoch nichtvorrückte, weil alles, was einen gewissen Theil des Ge-birges überstieg, sich fast im Augenblicke zerstreute. Als

ich