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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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Von dem Regen.

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haben; weil sie es durch trüglicke Wahrnehmungen er-klärten: wenn man aber alle Umstände die es begleiten,genau erwägt, so wird man auf den Gedanken gebracht,daß, wenn die Gesetze der Hygrologie uns zu etwas indiesem Studium nützen, es darin besteht, uns an dieGränzen der bekannten Ursachen zu führen und uns zulehren hier stehen zu bleiben. Die Wolken sind nurNebel, den/enigen sehr ähnlich, welche man IN den Eb-nen findet, wie alle wissen, welche die Berge besucht ha-ben; und sie können auch bemerkt haben, daß, wenn dieWolken in der Luft zerstreuet sind, die Schickten wo siezusammen treffen, nickt in der äußersten F'euchtheitsind. Ich habe wie Herr Cvndamine, meinen Schat-ten und den Schatten eines Felsens auf dem ich mich be-fand, auf einer von der Sonne erleuchteten Wolke abge-bildet gesehen, die unter mir in einer Schichte schwebte,wo, bis auf eine große Weite, viele ähnliche waren.Die Luft war sehr heiter und es fand sich nicht das ge-ringste Zeichen von außerordentlicher Fcuehtheit. Wieerhalten sich also dergleichen Wolken, wie vergrößernsie sich so gar oft vor unsern Augen ? Warum verdunstensie nicht? Oder vielmehr (denn dies ist die wahre Be-schaffenheit der Frage) warum zerstreuen sie sich nicht,indem sie unaufhörlich verdunsten?

§. 6i6.

Seitdem meine Ideen über die Ursachen des Regenssich verändert haben, habe ich oft meine Aufmerksamkeitauf die Wolken gerichtet und sehr deutlich gesehen, daßsie verdunsten, selbst dann, wenn sie sich vergrößern.Wenn man die Augen auf ihren zerschnittenen Randwendet, der, wenn er das Blaue des Himmeis zumGrunde hat, tausend besondre Figuren darstellt, so kann

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