Voll dem Regem 55
die Ursache eines Nebels uns unmittelbar bekannt ist,sind: das Kochen des Wassers in freyer Luft bey jederTemperatur; die Ausdünstung und das Athmen derTH'ereim Winter: dtt Ausdünstung warmer Wasser in derselbe»Jahrszeit; die Seen''bei ^Lrumes) die stcb zuweilen zugleicher Zeit mit dem Thau bilden, und die eigentlich sogenannten Nebel, welche besonders im Herbst Statt ha-ben. In allen diesen Fallen, sage ich, wissen wir ge-rade zu, daß die hervorgebrachten Dünste in zu großemUeberflusse für die Temperatur der benachbarten Luftvorhanden sind; welches die schleunige Zerstöruna voneinem Theile derselben bewirkt, die in den vom Nedeleingenommenen Raum kommen. Ferner nimmt in allendiesen Fällen der Nebel nur einen gewissen Raum ein,der beynahe bestandig ist so lange die Umstände diesel-ben bleiben. Endlich sehen wir immer, daß diese: Nebelsich zerstreut, sobald die Ursache welche die Dunste erzeugt,aufhört davon, über das auf die Temperatur der Luftsich beziehende MapilNUM herzugeben Es ist also fürerst klar, daß die Bläschen sich durch eine plötzlicheZersetzung der überflüssigen Dünste bilden: eben so deut-lich ist es, daß diese Bläschen nur eine kurze Zeit dau-ern; weil ohngeachtet der Dauer der Ursache die sie her-vorbringt, sie sich nicht über einen gewissen Raum er-strecken, welcher durch die Umstände bestimmt ist; unddaher endlich zerstreuen sich alle diese Bläschen sobalddiese Ursache aufhört. ^
§. 6s 4.
Es scheint mir also, daß man nach den unmittelbarenFolgen aus diesen Thatsachen, folgende Theorie entwer-fen könne: Es bilden sich nur Bläschen in den Fäl-len, wenn Dünste schleunig ihr Müpiimim überschrei-ten. 2) Diese Bläschen sind wirkliches Wasser, das
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