84 Hl. Abtheilung. I. Kapitel.
standtheile der Wolken mir nicht zweifelhaft zu seynscheint. Ick will nach zweyen (als einen Umstand, wel-cher sich diese Bläschen zu denken erleichtern wird) daßihre Dauer sehr kurz sey; so daß, ob gleich ihr Haufenden Anschein, immer derselbe zu seyn, einige Zeit behal-ten könne, er es in der That nicht ist: die Bläschenentstehen und vergehen, wie es den Funken in den glan-zenden Wolken geht, die man über glühenden Kohlenbildet, wenn man sie anschürt. Dies werde ich balderklären. Wie es aber auch mit der Bildung der sicht-baren Kügelchcn der Wolken beschaffen sey (die ich fei-ne wässerige Bläschen nennen will, weil ich dies fürihre Natur halte); so wird das, was ich davon in derFolge sagen werde, auf jedes wäßrige Körperchen an-wendbar seyn. das durch irgend eine Ursache oder unterirgend emerForm den, in diesem Abschnitt dargelegten,Phänomenen entsprechen wird.
Siebenter Abschnitt.
Von der Dauer der Wolken.
§. 6-z.
Ich habe bereits als einen aus der Erfahrung gezs»gencn Grundsatz festgesetzt, daß jedesmal da sich einNebel aus einer uns bekannten Ursache bildet, wir zugleicher Zeit gewiß sind , daß die Dünste von denen erherrührt, hier schleunig ihr Mai'ilMiN'. überschreiten.Dem will ich, immer den Versuchen gemäß, zusetzen; daßein Nebel nur so lange dauert, als neue Dünste fort-fahren in ihn zu steigen. Und da ich bey Prüfung derPhänomene der Wvlken von diesen beyden Grundsätzenausgehen werde, so muß ich zuerst zeigen, daß sie aufErfahrung gegründet sind. Die vorzüglichsten Fälle wo
die