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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
83
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Von dem Regen.

8)

könnte man aus den schönen astförmigen Sternen vermu-then, welche zuweilen bey strenger Kalte aus der Luftfallen und wo die Krystallisation des Wassers noch deut-licher ist, als beym Reife. Wenn aber die Kälte raunnzum Gefrieren hinreicht und jedes Bläschen eine merk-liche Menge Feuer und Wasser enthält, so befeuchtetihr Zerstören anfangs den Körper der dem Eise zur erstenBasis dient, hernach das Eis selbst wo die Krystallisationundeutlich wird, wie bey jedem aus Wasser gebildetenEise, welches ganzlich gefriert. Endlich dehnt sich dasGlatteis, wovon ich rede, welches nur beym WindeStatt hat, in Blätter aus, durch denselben Umstand,d. h. wegen der kleinen Windstille hinter den Körperchcn,wo es sich bildetund welche daher den Bläschen erlaubt,hier einige Zeit zu verbleiben.

§. 612.

Die Wrlkcn sind also immer aus Bläschen, welcheaus flüssigem Wasser gebildet sind, zusammengesetzt,bey welcher Temperatur man sie auch beobachte, welcheniemals viel unter der ersten Gränze des Gcfricrcns ist.Hiebey will ich nur die einzige Bemerkung machen: wenndas Wasser der sich zerstörenden Dünste sich in kleineMassen sammeln könnte; so ist außer Zweifel, daß, durchden wechselseitigen Hang seiner Thcilchen sich zu vereini-gen, diese Massen die Gestalt solider Kügelchen anneh-men würden. Und weil sie durch denselben Hang sich desFeuers in jedem kleinen Raume, wo die Dünste zu häu-fig sind, entledigen, warum sollten sie sich nicht in hon-eKügelchen um die kleinen Gruppen von Dünsten undvon Feuer herum sammlen, die sich ihrer Vereinigung inMassen widersetzen? Ich sthc nicht was dies hindernkönnte, und ich bin um so mehr geneigt diesen Mechanis-mus anzunehmen, da die Existenz der Bläschen als Be-

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