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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
77
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Von dem Regen. 77

ter mir bildete, über den Felsen wo ich mich befand. Esbildeten sich zu gleicher Zeit verschiedene andre kleineWolken, die jener ahnlich waren und eben so hoch, etwa2400^ über der Ebne standen: sie erhoben sich auch allemerklich zu einerley Höhe und zerstreuten sich hier. Ichhabe sehr oft dasselbe Phänomen gesehen, und diesen Fallnur entwickelt, wegen der Bemerkungen, die sich aufdie Natur der Wolken selbst beziehen, wovon ich baldein andres Beyspiel geben werde.

§. 608.

Ich verlange nicht auf eine genaue Art die Bildungdieser wässerigten Bläschen zu erklären, woraus dieWolken, wie jeder Nebel, zusammengesetzt zu seyn schei-nen; ich glaube inzwischen, daß man sich davon einenBegriff machen könne. Die eigentlich sogenannten Dün-ste, das unmittelbare Produkt der Ausdünstung, habenein MapilMlM bey jeder Temperatur, welches sie nichtübersteigen können, ohne daß sich ein Theil davon baldzerstöre. Ich habe dies Phänomen durch den Hang derTheilchen des Wassers sich unter einander zu vereinigen,erklärt; welcher Hang, wenn sie auf eine gewisse Nähekommen (die durch die wirkliche Menge des Feuers be-stimmt ist) denjenigen übersteigt mit ihm vereinigt zubleiben. Wir sehen durch die Erfahrung, daß in allenFällen, wo diese Zerstörung der Dünste einen Nebelhervorbringt, es geschieht, weil sie schleunig ihrMapi-ttttlM überschritten haben; welches ein wesentlicher Um-stand zur Bildung der Wolken ist. Folglich suchen als-dann, viele Theilchen des Wassers sich in jedem kleinenRaume zu vereinigen, und das Feuer, welches frey wird,verbindet sich mit dem übrigbleibenden Theilchen derDünste. Wäre es also wohl thörigt zu denken, daßdie Wassertheilchen eines gewissen kleinen Raums sich in

hohle