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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
76
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76 III. Abtheilung. I. Kapitel.

scrkugeln; weil sie, indem sie die Körper befeuchten,ihnen zu gleicher Zeit Wäi'ine mittheilen. Ich gab da-von (§. t>94.) zum Beweise ein Phänomen; das ich denzo.May 1756 auf einem steilen Felsen beobachtete, wel-cher mein höchster Standpunkt auf dem Gebirge vonSaleve war. Die Luft war sehr heiter und mein Ther-mometer mit isolirter Kugel, in freier Luft in der Sonneaufgehängt, zeigte -j-4^ meiner gewöhnlichen Skale. Ichsahe eine kleine Wvlke in der Luft unter mir sich bilden,sie nahm einige Zeit zu, erhob sich, umgab mich und ver-barg mir gänzlich die Sonne und Ebne. Ich beobachtetemein Thermometer; es war befeuchtet, sowie der Strauchan dem es hing und stieg zu -s- 5^. Die Wblke fuhrfort sich zu heben, stieg über mich und die Sonne erschienwieder; obgleich aber ihre Strahlen also aufs neue aufdie Kugel meines Thermometers fielen, so sank es zu-j-4^, welches noch einige Zeit hindurch die Temperaturder Luft war.

§> 6v?.

Diese Wdlke ist eine von denen die mir das meisteLicht gaben; weil ihr Annähern, wie ein Ballon der sichin der reinsten Luft erhebt, mir Zeit ließ, auf alles wasmeine Aufmerksamkeit heften konnte zu denken. Als siemich eben erreichen wollte, stellte ich mich so, daß dieSonne hinter mir war, Gesträuche gaben mir zu gleicherZeit einen dunkeln Grund, auf welchem ich den Randder Wblke hinziehen sahe, sowohl als sie mich einhüllteals da sie vor mir vorbeystrich: sie war sehr sichtbar ausabgesonderten Theilchen zusammengesetzt und hob sich nur,weil jedes davon aufstieg. Das Steigen dieser leichtenKörper war schief, wegen der horizontalen Bewegung derLuft durch einen schwachen Nordwind; und so strich ihrganzer Haufen, der sich mitten in der Luft z bis 400' un-ter