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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
75
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Von dem Regen. 75

men selbst des Erscheinens und Verschwindens der Wol-ken bctrift, so halte ich es für völlig unabhängig von demhygroskopischen Zustande der Luft. Dies ist eine noth-wendige Folge aus meiner Meinung über den Regen,welche ich jetzt unter dieser Gestalt abhandeln will.

Sechster Abschnitt.

Von der Natur der Wolken.

§. 606.

Die Wolken haben mir, wie dem Herrn vonSaussure, aus kleinen hohlen Kügclchen zusammenge-setzt zu seyn geschienen, und daher habe ich seine Ausdrückevon bläschenförmigen Dünsten oder Bläschen, alseben so bequem wie genau, angenommen. Die Theil-chcn der Woiken schwimmen in der Luft wie Seifenbla-sen, erheben und senken sich, bis sie in eine Schichte kom-men, wo sie mit der Luft im Gleichgewichte sind, undalsdann bleiben sie hier so lange schweben, als sie densel-ben Zustand behalten. Wegen der Natur selbst diesesSchwedens der wässerigen Bläschen verändern sie nichts indem Drucke, welchen die Schichten die sie enthalten,entweder auf sich selbst oder auf die untern Schichten aus-üben. Dieß habe ich in meinem Werke über die Modi-fikationen der Atmosphäre angemerkt, wo ich mehrereBeyspiele von diesem Gleichgewicht und besonders (§. 67 2.)diejenige von meinem Barometer Beobachtungen anführte,welche den isten October 1758 auf dem Gebirge vonSalcve über, unten und mitten in einer Nebel- oderWocken Schichte von 1420" Dicke angestellt sind, welcheBeobachtungen die Höhen der Oerter, als ob die Luft reingewesen wäre, angaben. Ich nannte seitdem die sicht-baren Dünste, vom Feuer aufgeblasene kleine Was-ser-