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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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Voll dem Regen.

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Quelle von Dünsten entstehen lasse. Ich werde balddiesen besondern Punkt prüfen, zuvor aber muß ich be-merken: daß, den Regen durch eine Ursache, die nureinem gewissen Theile des Tages gehört, erklaren, ihnnicht wirklich erklaren heist. Wenn die Luft bey Son-nenuntergange heiter ist, so enthalt sie keine bläschm-förmige Dünste: die Menge des bloß ausgedünstetenWassers das sie enthält, ist nur diejenige, welche Herrvon Saussure selbst als so gering betrachtet, daß sienie einen beträchtlichen Regen hergeben kann. Ererklärt selbst, was sodann die Wirkung von der Abwesen-heit der Sonne seyn werde.Der Thau, sagt er §. 27;.den man als eine Gattung von Regen ohne Wolken be-trachten kann, erklärt sich auf dieselbe Weise:" (durchdas Erkalten einer gesättigten Säule in einem Augenblicke,der zur Bildung der Bläschen nicht günstig ist)er istindeß zuweilen von Nebeln begleitet; und selbst dieserDunst, der die Luft in dem Augenblicke da der Thau fallt,etwas trübe macht, rührt wahrscheinlich von einigen Bläs-chen her, welche sich bilden wenn die erkaltete Luft ihreüberflüssige Feuchtigkeit absetzt." Dies wäre also alles,was wir von einer Nacht auf einen heitern Tag zu erwar-ten hätten. Und wie oft sehen wir dennoch nicht Wol-ken sich mitten in der Nacht sammlen und einen anhalten-den Regen daraus erfolgen? Und wie oft, da die Luftnoch in der äußersten Feuchheit durch die Folgen derNacht ist, schiest nicht die Sonne ihre Strahlen auf dieWasser und den feuchten Boden, ohne daß sich Wolkendurch den großem Uederfluß von Dünsten bilden? Ichwiederhohle also: jedes System über den Regen, dasvon Umständen abhangt, die nur einem gewissen Theiledes Tages zukommen, hat den offenbarsten Gang derPhänomene gegen sich.

Oe Lücs Meteorol. Th.

E

§. 598-