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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
63
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Voll dem Regem 6z

genden bis zur Oberfläche der Erde gänzlich mit Dünstengcsättiget, und die Erde selbst mit Wasser bedeckt oderwcnigilens getränkt. In diesem Falle erzeugt, in demAugenblicke da die Sonne anfängt die Erde zu erwär-men, diese Wärme eine gewisse Menge elastischer Dünste;denn das Feuer bringt dergleichen selbst in einer vollkom-men gesättigten Luft hervor. Diese Luft will sie aberanfangs nicht auflösen; diese Dünste verwandeln sich alsoin Bläschen, und es bildet sich ein leichter Nebel auf derOberfläche der Erde. Da sich indessen die Luft auchihrerseits erwärmt, so wird sie fähig, sowohl diese Bläs-chen, als den elastischen Dunst, welcher fortfährt sich zubilden, aufzulösen. Dieselbe Luft, durch die Wärme undden elastischen Dunst erweitert, fängt an in die Atmos-phäre aufzusteigen. Hier trift sie kältere Schichten an;denn die Wärme welche die Sonne in der Luft erweckt,nimmt ab so wie man sich von der Erde entfernt. Dieseobgleich ein wenig erwärmten Schichten, haben nichtgenug Wärme erlangt, um die Dünste, welche ihnen dieLuft, die sich beständig erhebt, nachdem sie sich in derNachbarschaft der Erde erwärmt hat, zubringt, aufzu-lösen. Diese Dünste verdicken sich also in dieser höhernund kältern Luft und verwandeln sich hier in wirklicheTropfen, die als Regen herabfallen, oder häufiger in Bläs-chen, welche Wolken bilden. Die Dicke und Dichtigkeitdieser Wolken nehmen beständig zu, durch das stete Auf-steigen neuer Dünste, die sich an der Oberfläche der Erdebilden. Da aber diese Wolken endlich das Sonnenlichtden untern Schichten entziehen, so erkalten diese nachund nach, ihre Dünste verdicken sich und die ganze Luft-masse scheint nur eine dicke Wolke zu seyn, weiche überder Erde hinzieht; oder vielmehr die Bläschen löse!, sichin Tropfen auf und bilden einen Regen, welcher der Erdealles Wasser wieder giebt, was die Sonnenwärme ihrgeraubt hatte.'s §. 596.