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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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62
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62 III. Abtheilung. I. Kapitel.

welche in der äußersten Feuchtheit ist, sich erhaltenkönnen. Es ist wirkliches Wasser unter einer gewissenGestalt, der Ausdünstung, wie jedes freye Wüster un-terworfen, und welches auf das Hygrometer, wie dasWüster selbst, wirkt. Sobald also dies Instrumentnicht die äußerste Feuchtheir anzeigt, so können wir mitGewißheit entscheiden ( und Herr von Sausture sagt esselbst im §. 2l6.) daß keine bläschenförmigc Dünstein der Luft sind. Alsdann also, wenn die Wolken, dieunmittelbare Quelle des Regens, sich in der durchsichti-gen Luft bilden, so rühren sie nicht von den bläschen-förmigcn Dünsten her, welche als solche in dieser Luftexistirten: die Bläschen, welche sich sammlen um sieauszumachen, bilden sich wirklich in dieser Luft selbst,von der Herr von Süllsture anerkennt, daß sie nur einesehr geringe Menge bloß ausgedünstetes Wasser enthal-ten könne, Er nimmt aber hernach an, daß die Anhäu-fung der bläschcnformigen Dünste in den Regen-wolken von dem fortgesetzten Aufsteigen der elastischenDünste herrühre, die sich hier verdichten, und hierinnbeucht eigentlich sein System, welches ich jetzt prüfenwill.

Z. 595-

Herr von Süllsture geht zuerst von einem hypothe-tischen Zustande der Atmosphäre aus, worinn sie sich,bey der äußersten Trockenheit in ihrer ganzen Höhe,befinden würde; er nimmt aber darauf an, daß, nacheiner ziemlich beträchtlichen Zeit, die Luft endlich zu derGränze einer vollkommnen Sättigung gelange, wel-che, nach ihm, der erste Schritt zum Regen ist; darauffährt er fort:(§. s?o.) Wir wollen sie in diesem Zu-stande annehmen; an einem Morgen vor Sonnenauf-gange wäre die ganze Atmosphäre von den höchsten Ge-gen-