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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
60
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Hv IN. Abtheilung. I. Kapitel.

entwickelt und allmählich verschwinden sie. Die Nebelbilden sich also beständig an der Oberfläche der Wasserund des Bodens; aber beständig zerstreuen sie sich auchm die obere Luft: und dennoch merkt man nicht, daß dieFeuchtheit hier zunehme.

§- 592.

Ich will im Vorbeygehen anmerken, daß die Grän-zen der Nebel und Wolken ein schönes Feld von Beob-achtungen für die Acronauten eröfuen werden, wenn dieAeronautik einen Grad von Vollkommenheit erlangt habenwird, den sie ohne Zweifel erreicht, sobald man sich mitihr als einer Wissenschaft beschäftigt, welche die Auf-merksamkeit reicher und gelehrter Männer verdient. Bis-her haben die Kosten den Fortgang dieser schönen Erfin-dung aufgehalten. Man muß einen Stoff erfinden, derdie instummableLuft lange halten kann; ein Mittel sichherabzulassen, ohne von dieser Luft zu verlieren, und wie-der aufzusteigen, ohne Ballast auszuwerfen; irgendeinenMechanismus, wodurch man sich in dem Laufe des Win-des regieren könnte, wie man in dem der Flüsse thut.Hiemit, was ich nicht für unmöglich halte, wird man sichohne Gefahr leicht in die Luft erheben und hier viele fürdie Physik sehr wichtige Beobachtungen machen können:und ohne von meinem Gegenstand abzugehen, so wirdder Zustand der Luft in Ansehung ihrer Feuchtheit, beyverschiedenen Höhen über einer Nebelscbichtc und unterWolken, die sich ohne Anschein zum Gewitter bilden,schon eine sehr wichtige Beobachtung seyn. Zu dieser Artvon Beobachtung wäre es hinreichend das Hygrometermit dem Barometer und Thermometer zu verbindenund Ich bin überzeugt, daß man daraus große Kenntnisseüber den Gang der meteorologischen Phänomene ziehenwerde.

§. 594-