Diesen dem Hof so gefährlichen Gangder Nationalversammlung sollte nun (am 2Z.Zun.) der Ehrfurcht gebicthende Glanz desköniglichen Anschus hemmen. Ludwig er-schien in dem prachtvollsten Aufzuge. DenSaal umringten zahlreiche Wachen. Den-noch fehlte der Erscheinung des Königs dieerhabene Feierlichkeit, die seine Eröffnungdieser Versammlung haben konnte. Er selbstsprach wenig Worte; das übrige liest er denKanzler ablesen. Es waren abgebrochne, inkeinem rechten Zusammenhange stehende Säz-ze; es waren zum Thetl Versicherungen vonWohlwollen gegen die Nation, und Befehlean die Versammlung zur Beybehaltung desUnterschiedes der drey Stände, und zur Auf-hebung des Beschlusses, durch welche sich derBürgerstand für die Nationalversammlungerklart hatte. „Ich gebiethe ihnen/" so en-digte Ludwig seine Rede, worinn er denStanden ihre Uneinigkeit sehr ernstlich ver-wiesen hatte, „ich gebiethe ihnen, sich so-gleich zu trennen, und Morgen, jeder Standvon dem andern abgesondert, in einem eig-nen Saale zu erscheinen, um seine Sitzungzu halten/" „Er würde/" setzte er hinzu,
„wenn