Druckschrift 
20 (1808)
Entstehung
Seite
22
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Bey der Roth, in welcher sich die Staats«casse befand, schien, wenn man derselbennicht ausserordentliche, sehr reichliche Zuflüsseverschaffte, ein Sta-Usbankerut unvermeidlich.Calonne hatte, um dem Staate jene Zuflüssezu sichern, den sehr natürlichen Einfall, auchden Adel und die Geistlichkeit zur Thcilnah«mc an den Abgaben zu ziehen. Sein Vor«schlag wurde vom Könige und dem Ministe«rium genehmigt. Vor der Ausführung des«selben mußte jedoch eine Versammlung derNorablen, das heifit, der angesehensten Per«soncn geistlichen und weltlichen Standes, vor«ausgehen. Schon unter den vorigen Küni«gen hatte man solche Versammlungen einemfeyerltchcn Reichstage, durch den sich der Hofund die Minister mehr eingeschränkt fühlten,vorgezogen. Seit 161 Jahren (seit 1626)war aber auch keine Versammlung von No«tablcn wieder vorgekommen. Jetzt wählteman aus zwei) Nebeln das kleinste. Mantröstete sich dabei) mit dem angenehmen Ge«danken, daß man ^dieser Versammlung eine,seinen Absichten angemessene Einrichtung ge«bcn könnte. Der Hof wählte 14 Bischöfe,26 Herzoge, ausser diesen noch 8 andre

Staats«