Druckschrift 
20 (1808)
Entstehung
Seite
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eine in vielen tausend Abdrücken vervielfal»tigte Schrift, die den Charakter der Königinin ein sehr zweydeutiges Licht versetzen, unddie Aufmerksamkeit des Publicums auf ihreSpielsucht und Verschwendung hinziehen sollte.Alle in dieser Schrift vorgebrachten Lügen wur»den vom Publicum geglaubt, und bald ge»wöhnte man sich, die Marie Antonie als dieeinzige, als die verdcrbltckiste Rathgeberin desKönigs, zu betrachten. Ludwig XVI, dem dieseSchriften und das durch dieselben, so wiedurch mancherlei) Gerüchte, veranlaßt? Murercn über das Betragen und die Verschwelte-dung seiner Gemahlin nicht unbekannt blieb,empfand darüber einen so lebhaften Acrger,daß er deswegen einen Familienrath ver,sammelte. Der Duc de Penthievre that denVorschlag , die Königin nach Val i de < gracezu schicken, und schon war daselbst ein Zim»wer für sie bestimmt. Ludwig XVI überlegtejedoch, daß er sich durch ein solches Versah«rcn dem Gelachter seiner Nation preisgebenwürde, und die Entfernung der Königin UN»tcrblicb.

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