Druckschrift 
17 (1806)
Entstehung
Seite
357
Einzelbild herunterladen
 

Z57

baß manche doppelt gehalten, baß mancheLandbothcn doppelt gewählt wurden, daßeine Confödcrattou die andre drängle. ESentstanden Schlägerepen; es kam zwischen ein»zeinen Theilen der Kronarmee selbst zu bluti-gen Gefechten. Um die Unordnung nichtnoch mehr einreisten zu -lassen, ließ Katha-rina II russische Truppen ins Land rücken.Sowohl sie, als mehrere benachbarte Machte,wünschten, daß die Polen einen Piasten(einen eingebohrncn Herrn) zu ihrem KSni-gc wählen möchten. Eben dieses war derWunsch der großen Familien Czatorinskt,Radzivil, Luboinirski, Branizki. Auch mel-dete sich kein andrer fremder Kronbewcrber,als der Sohn Augusts III, der KurfürstFriedrich Christian von Sachsen. Da dieseraber seinen Vater nur kurze Zeit (bis 176z17. Dec.) überlebte, und sein Sohn, derjetzige Kurfürst Friedrich August (geb. 2z.Dec. 1750) unter der Vormundschaft seinesSheims, des Prinzen Xaver, stand, so würde,wenn er sich auch zur polnischen Krone ge-meldet hätte, auf ihn keine Rücksicht genom-men worden seyn. Nun hatte aber auch keinandrer Hof Lust oder Geld, sich um diese

eitle