Z27
traueus würdigte, um so verhaßter war erbey dem Großfürsten Peter. Dieser konntees ihm nicht verzeihen, daß er, als Gesand«ter am dänischen Hofe, sich einiger der wich-tigsten holsteinischen Urkunden bemächtigt,und sie nach Petersburg gebracht hatte. Be-siuschew machte daher den Plan, den Groß-fürsten Peter von der Thronfolge auszuschlie-ßen, und sie seinem Sohne, dem kleinenGroßfürsten Paul, unter der Vormundschaftseiner Mutter, zuzuwenden. An der Aus-führung dieses Planes verhinderte ihn aberder Verlust seiner Mintstcrstcllc. Sein ei-genhändiges Schreiben an den FeldmarschallApraxin gab den überzeugendsten Beweis,daß der übereilte Rückzug der russischen Ar-mee sein Werk gewesen war. Seine Feindebenutzten den Unwillen der Elisabeth, denSturz des eben so beneideten als gefürchtc-ten Mannes z» bewirken. Die Kaiserin ent-setzte ihn (1758 Febr.) aller seiner Aemterund Würden, und ließ ihn auf sein GutGorctowo, 14 Meilen von Moskau, brin-gen. Seine Stelle eines Großkanzlers nahmWoronzow ein; ihr vertrautester Lieblingwar jedoch Alexet Gregorewitsch Rasumowski,
und