l?6
Uebel breitete sich, aller Verbothe des Kai»fers und der RcichSkreisc ungeachtet, immerweiter aus. Theuerung und Verarmung wa»ren die unvermeidliche Folge desselben. DemKönige fehlte es nun fast weniger an Geld,als an Recruten. Seine meisten Landerkonnten ihm keine Mannschaft mehr stellen-Desto mehr junge Leute mußten Sachsen undMeklenburg liefern. Der geschäfflige Colig»nvn warb alle Nationen für die preussischeArmee. Er schonte kein Land; aber erbrachre seine Leute auch in der grüßten Ge»schwindigkcit zusammen.
Friedrichs Gegnerin, Marie Theresie,befand sich in keiner geringern Verlegenheit,die Mittel zum künftigen Feldzugc aufzutrei,bcn. Ihre Unterthanen mußten eine Vcr»zuögcnSsteuer von zehn Procent entrichten.Eine päbstliche Erlaubniß berechtigte sie, sichvon allen Stiftern den zehnten Theil ihrerEinkünfte geben zu lassen. Dennoch wurdendie Staabsofficiere bis zum Major blos mitStaarsobligarionen bezahlt, die sie, mit Ver«Zlust, bey einer vom Kaiser Franz errichtetenBank in baares Geld umsetzen konnten. Mit
ebm