Druckschrift 
17 (1806)
Entstehung
Seite
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hielt. Friedrichs Ungnade entgicng er aberdoch nicht. Er mußte seinen Oberbefehldem Geuerallieutenant von Wedel übergeben.Diesen feurigen und entschlossenen Feldherrnernennte Friedrich, wegen der altern Genc>rale, die sich bey der Armee befanden, gleichtsam zum Dictator, der seine Person vor?stellen sollte. Er hatte von ihm den belstimmten Befehl, die Russen, ehe sie sichmit den Sestrcichern vereinigen konnten, an»zugreifen und zu schlagen.

Doch die große Erwartung, die Friedrichvon seinem neuen Qbcrgcnerale hatte, wurdegar sehr getauscht. Wedel, dem es nichtnur an Mannschaft, sondern auch an Artilslcrie, fehlte, griff (2z. Jul.) bey dem DorfePalzig im züllichauer Kreise, nahe an derOder, die russische Armee auf einem fürihn ungünstigen Boden an. Eine preussischeBrigade nach der andern wurde geschlagen.Die Preussen vcrlohrcn in dieser Schlachtdie von Nachmittags vier Uhr bis zu Sonsnen - Untergang dauerte, über 5002 Mann.Noch größer hatte aber ihr Verlust werdenkönnen, wenn sie Soltikow nicht ruhig über

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