dürfen; ja sie sollten sie zu der Zeit, wenndie Katholiken einen Umgang hielten, selbstin ihren Kirchen nicht singen. Die Refor<mirten durften auch kein katholisches Gesindehalten, keine Vormundschaft übernehmen.
Den unglücklichen Rcformirtcn, die manans alle mögliche Art und Weise einschränktewollte man nun den katholischen Glaubengeradezu aufdringen. Es erschienen unterihnen Missionarien und Controversprediger,die meistens so hitzig und unverschämt ver-fuhren, daß sie sich bei) eifrigen Reformirteneine ungünstige Behandlung zuzogen, welchediese zur Veranlassung brauchten, daß gemei-ne Volk gegen die sogenannten Ketzer inWuth zu versetzen. Selbst berühmte Schrift-steller der damahligen Zeit schämten sich nicht,den Eifer gegen die Neformirten anfeuernzu helfen. Eins der gelehrtesten JournaleFrankreichs, das ^ouin-il cies 8avans, be-hauptete gerade zu, daß man die Einführungder katholischen Religion mit Feuer undSclnverd durchsetzen dürfe. Aber der feinerfühlende Hof untersagte doch noch alle Ge-