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Vorzüge, genossen. Ihr Geschmack, ihreLebensart, ihr Benehmen, wurde immerfranzösischer; aber ihre Freygebigkeit wurdeauch immer gränzenloser.
Zum Glücke erstreckte sich ihre Freyge-bigkeit auch auf Gegenstände von einem fort-dauernden Werthe. Sie sammelte eine großeAnzahl auserlesener, sowohl geschriebener,als gedruckter Bücher, die sie in allen Län-dern, von Gelehrten, die deswegen reisenmußten, zum Theil zu ungeheuren Preisen,aufkaufen ließ. Ganze Sammlungen vonlo bis zoooo Thalern waren darunter be-griffen. Die Zahl der Handschriften, unterwelchen sich nur allein 700 hebräische befan-den, bclicf sich auf 8000. Aus Italienwurden herrliche Sammlungen von Antikenherbcygeschafft; auch kamen geschickte Mah-ler und andre Künstler nach Stockholm.Genug, das Zeitalter der Königin Christinableibt in der Geschichte der Künste und Wis-senschaften in Schweden unvergeßlich.
Die Gönnerin der Künste und Wissen-schaften entzog aber den erster» Staatsange-
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