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Aber sie nicht belohnend, kränkte er sie nichtselten durch die Erhebung unwürdiger Günst-linge.
Woher kam es nun, daß Ludwig XIVin den ersten zwanzig bis dreyßig Jahrenseiner Regierung, so enthusiastisch geliebtund bewundert wurde; daß man ihn den gro-ßen, den grüßten König nennte; daß alleszu seinen Füßen lag, das man ihm alles mitbereitwilligen Entzücken aufopferte; daß dieStatthalter in den Provinzen sich schon glück-lich schätzten, wenn sie nur seines Anblicksgenossen; daß man ihn wohl gar mit einemGott verglich? — Ludwigs XIV Regie-rungsanfang stach gegen die Erschlaffung,die auf die Unruhen unter der Regent-schaft der Königin-Mutter folgte, stach ge-gen den Ministerdespotismus unter Richelieuund Mazarini, gewaltig ab. Ludwigs ernst-liche Beschässtiguug mit der Staatsverwal-tung, die nachdrucksvolle Behauptung derEhre der Krone, Colbcrts vortreffliche Anord-nungen , die großen von Louvois geschaffnenFlotten und Armeen, die glänzenden Siegeund Eroberungen derselben, die Pracht des
Hofes