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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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mühet man sich viel, und gewinnt wenig. Mansäet mehr als man ärntet. Nur das innereGebet, das ist die stete Uebung der Vergcaen-wartigung GetteS kann unsre Unvolltommcnhei-ten zerstören und ausrotten.

118. Ein Blick ans Jesus Christus stürztalle Feinde in den Abgrund.

119. Wenn wir auch keine Gelegenheithatten, Gutes zu thun; so schlr cS uns doch niean Anlaß Böses zu leiden. Und man kann,um seine Liebe zu Gott zu beweisen, nichts Grö-ßeres thun, als sür Ihn leiden.

129. Der Gnade ist nichts unmöglich; wennsie einen gute» Willen findet, der fest entschlos-sen ist, nach Vollkommenheit zu streben, olmesteh selbst zn schonen. Es ist der Gnade keineSchwierigkeit zu groß, sie überwindet alle; wennwir nur beständia ausharren.

121. Die Vollkommenheit eines jeden be-sieht darin, daß er thue, was Gott von ihmhaben will.

122. Die Vorsehung hat ihre Geheinmiße,die wir erst beym Ausgangc der Sache erken-nen. Diese Geheinmiße sind voll Liebe für uns,ob sie gleich unsern guten Absichten entgegen zuseyn scheinen.

123. Wenn eine Seele sich in sich selbstversammelt, so findet sie das Angesicht IrinChristi ihres Heilandes auf sie gerichtet, das sieeinladet, in Liebe auf Ihn zu blicken.

12-1. Wann ich eine Tugend, oder Ge-müthsbcschaffcnhcit nöthig habe, so suche ich die-selbe nirgends als in Gott allein; nicht in mei-nen eigenen Gedanken, um sie durch diese in