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erweitern, und dir Liebe statt der gcfühllosma-chenden Furcht einflößen.
IM. Der Herr macht den Grundrist zuseinen Heiligen auf Tabor, auf Golgathavollendet Er ste. Da macht Er die letztenPinselstriche an ihnen.
110. Wenn unsre Liebe rein und fest wäre,würden wir nichts neben Gott besitzen wollen,aus Furcht eben deßwegen Ihn selbst nicht reinund ganz zu besitzen. Da wir aber heimlich anden Lichtern, Gefühlen und süficn Empfindun-gen hangen, so sind wir nicht ganz befriedigt,wann Gott allein in unserm Herze» wohnt, ohneuns das angenehme süße Gefühl seiner Gegen-wart empfinden zu lassen. Gott allein —ohne dieses Gefühl — soll uns genug seyn,und wir sollen nicht klagen, daß Er uns verlas-sen habe, sondern Ihn vielmehr preisen; dennEr wirkt GrofieS in dieser Dürre, und reinigetdie Liebe, deren geringster Grad köstlicher ist, alsder Besitz alles Geschaffenen (aller Empfin-dungen.) "
111. Es halt lange, bis man erkennt, daßdie Gottseeligkeit im Inwendigen, und nicht au-ßer der Seele sey, und nur darin bcsiebe, daßman durchaus an Nichts mit Eigenheit festhalte,weder an seinem eigene» Willen, noch an sei-ner Meynung, noch an sonst etwas, das nichtGott ist.
112. Der tiefe Grund des Verderbens inuns inkvmmodirl zwar sehr; man muß aberGcdnld haben; denn nur Jesus Christus kannihn durch sich selbst zerstören. Alle Mittel, soheilig ste sind, können die Vcrnichtigung dieses