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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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192
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haben, darauf du slißcn und ruhen kenntest,wenn du in Gotc kleidende Wohnung nehmenwillst.

82. Wie ist cS möglich? die Menschen wer-fen sich so leicht aus sich selbst hinaus, um dieEitelkeit zu sehen! Und in ihnen selbst könntensie das höchste Glück genießen, die Herrlich-keit Gottes schauen und doch wollen sie nichtin sich selbst einkehren?

83. Wie diele Stunden verschwenden wir,indem wir unser Vergnügen, unsern Frieden,und unsre Ruhe vergebens suchen, weil wir nichtda suchen, wo wir allein finden könnten inder völligen Ucbcrgabe an Jesus, und !in der Liebe seines Kreuzes! Wir be-trügen unS selbst, wenn wir durch die Krcuzcs-flucht Ruhe und Seligkeit zu finden hoffen. Dennjemehr wir das Kreuz fliehen, desto mehr ver-folgt es uns, und läßt uns so lange keine Ruheund keine Freude finden, bis wir dasselbe frei-willig umarmen, und auf uns nehmen.

84. Die wahre Liebe ist nie müßigwirket, oder leidet unabläßig.

85. Die dich am empfindlichsten drücken,die liebe am zärtlichsten. Denn sie nützen dirmehr, als wenn sie dir ein Königreich gäben.

86. DaS vornehmste Augenmerk der Gnadeist, nichts seyn zu wollen auf Erden; und dieNatur fürchtet nichts so sehr, als das Nichtsseyn. (Verweile hier, lieber Leser! und fragedich: wer bei dir zu Hause ist die Natur,oder die Gnade?)

87. Wer sich verwundert, wenn er sündiget,kennt sich selbst noch nicht. Wer darüber un- !