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Leidenschaft«! und Neigungen zu befehlen, alszu gehorchen. Es ist leichter sie zu beherrschen,als ihr Sklave zu seyn. Darum wandelt manauch leichter auf dem Wege der Seligkeit, alsauf der Straße des Verderbens.
77. Ein bewährtes Mittel stets Christusähnlicher zu werden, ist der stete Hinblick aufChristus. Mau stellt sich Ihn lebendig vorAugen, als wenn Er vor uns her wandelte, unduns eiuladete, Ihm nachzufolgen, zu wandeln,wie Er gewandelt hat, zu leben, zu reden, zubeten, im Umgange mit andern und in allemsich so zu verhalten, wie Er sich verhielt, undmit eben der GemüthSbcschaffenheit, die Er beiallein hatte. Dieser unablässige Blick aufChristus hat eine besondere Kraft Ihn unsrerSeele einzudrücken.
78. Wie viele Aerzte des Kranken Tod sind,so sind die vielen Mittel, mit denen man sich inder Heiligung helfen will, meistens das größteHinderniß der Heiligung.
79. Jeder würde Jesus gern aufnehmen,wenn Er nur allein käme; denn Er ist derLiebenswürdigste und Suchenswürdigste. Abersein StaatSgcfolge, das Ihn immer begleitet,die Armuth, die Verachtung, das Leiden allerArt — das will Niemand gefallen.
89. Ein Blick auf Gott beseligt mich mehr,als aller Glanz und alle Herrlichkeit der Gro-ßen dieser Welt. Ja in einem einzigen Wortvon Gott finde ich eine paradisische Wonne! daßmir alle Lust der Welt zum Eckel wird.
81. Alle menschlichen Stützen müssen direntrissen werden; du darfst nichts außer Gott