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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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189
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ist so innig mit uns verwandt, als das Markmit unsern Gebeinen. Beinahe in allem, waswir für uns oder unsern Nächsten thun, suchenwir allzeit ein wenig unsre Ehre.

67. Unsre verborgenen Fehler schaden unssehr. Die offenbaren nützen uns viel, wenn wirSverstehen.

68. Warum lassen wir uns denn Chri-sten nennen, wenn wir nicht ganz und ohne Vorbe-halt in den Wegen Jesu Christi wandeln wol-len; wenn wir nicht einzig und allein Ihmgleichförmig zu werden suchen?

69. Um nach dem Sinne der Welt großeDinge zu unternehmen, brauchst du viel Geld,großes Glück, und viele Freunde. Um nachGottes Sinn Großes zu wirken, sind dir Ver-achtung, Armuth, Widerwärtigkeit und Feindeunentbehrlich. Denn jemchr du leidest destomehr wirst du wirken; jemehr du von allem losbist, desto reicher wirst du in Gott.

79. Man philosophirt so viel im Christen-thums. Und wozu doch? Eins ist noth! derGeist Jesu Christi muß der Geist mei-nes Geistes, die Seele meines Lebensund ThunS seyn. Laß doch alle andere Ue-berlcgungen: denn sie hindern dich nur.

71. Viele sind berufen zur wah-ren Gottseligkeit durch Einsichten, Lichter,Empfindungen, und Bewegungen der Gnade!Aber wenige sind auserwählt, wenigeerreichen die Vollkommenheit; warum? weil sienicht treu sind; sich selbst zu sehr schonen, zuzärtlich mit ihrem Fleische verfahren, zu sehr anihren Gütern, Freunden und Verwandten han-