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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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könne. Einer hat mich >ctzt ganz eingenommen,Er hat sich mir ein wenig entdeckt, und hältmich an sich gebunden mit so liebreichen, süßenund starken Banden, daß ich sie nicht zerbrechenkann, um srci außer mir selbst zu wirken. Ichbin nicht mehr mein eigen. (Hohcl. 2, 16.)Ich kann Gott nicht verlassen, der mich ganzmit Ihm selbst beschäftigt, und in seiner Gegen-wart so lieblich gefangen hält, daß ich nicht mehrentweichen kann.

9. Wenn ich durch die Gnade erkenne, daßGott mein Gefängniß ist, so kann ich nicht an-ders, als diese Gefangenschaft lieben, außerdemist mir alles Mühe und Plage des Geistes.O welche bittere Noth und harte Buße, wiederunter die Geschöpfe zurückzukehren! Ich zweiflenicht, wenn die wcltgcsinntcsten Menschen diesereine unschuldige Freude, ganz für und inGott zu seyn, nur ein wenig erkenncten, siewürden nicht einen Augenblick länger bei ihrenfalschen Lüsten bleiben. Ich habe ein großesVergnügen in mir selbst zu sagen: Gott istmein Aufenthalt! sPs. 17, 3.) Gott wirdmeine ewige Wohnung seyn!

10. Die Seele wird nicht gut beherbergetin der schlechten armen Hütte der Kreaturen.Sie ist viel größer, als dieselbe, und wird darinnur gepeiniget und gedrückt, als in engen Win-keln und Höhlen. Sie mnß durch die Thoreder Uncrmcfilichkeit in den schönen geräumigenPalast der Gottheit eingehen, um in die Weitezu kommen, und sich frei mit der Anschauung