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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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gerichtet, die Er auch schau so erschaffe» hat,daß sie sähig ist, Jhu zu erkeuue» uud zu liebe».O du wuuderdare uud herrliche JnwohnungGottes! wie wenig wirst du erkannt, wie ge-ringe geachtet! und doch liegt in dir die ganzeGlückseligkeit des Menschen. Woher kommt esaber, dasi die Seele diese göttliche Sonne, diesie in sich trägt, so wenig steht? Daher, weilsie ganz ins Acußere ausgeschüttet, uud von derangecrbteu Sünde beschwert, ganz zu den Krea-turen niedergedrückt ist, von welchen sie sich nurkümmerlich uud eitler Weise nährt. Von dieserVerirrnug sührt sie die Gnade wieder zurückdurch die Strahlen des göttlichen Lichts, erwecktsie, erleuchtet, durchdringt uud cutzündet sie inLiebe gegen die göttliche Schönheit, welche sieim Innersten des Herzens ihr aufdeckt.

5. Da theilt Gott seine höchsten Gnadenmit, indem Er sich mit der Seele in einem soverborgenen, so innigen und wesentlichen Um-gange einläßt, dafi eS unaussprechlich ist, undvon Unerfahrnen schon gar nicht geglaubt wer-den kann. Ihr Gebet und ihre Art, sich auchaußer dein Gebete in Gottes Gegenwart zu er-halten, ist alsdann sehr erhaben, innig, geistlich,lauter und einfältig. Die Einbildungskraft ver-wirrt sie nicht mehr, weil sie erhaben über dasGeräusch der Sinne und durch die nahe Ver-einigung mit ihrem Geliebten unabhängig vonallem andern ist. (Is. 58, 1-k.)

6. Da fassen Gott und die Seele geheime,aber feste Entschlüsse gegen die verdorbene Na-tur, sie leiden, und alle» Dingen absterben zulassen, sie alle Entblößungen, Verwerfungen und