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wer kann noch was anders haben wollen, alsDich, wenn man Dich einmal besitzt?!
2, Einmal hatte ich eine helle Einsicht vonder Jnwohnung Gottes in mir. (Ephes. 2, 22.Offenb. 21, 3.) Ich erkannte die Gottheit alseine schöne Sonne, welche mit unendlich vielenStrahlen in dem verborgene» Winkel meinesHerzens ihren Sitz hatte, und auf eine sonder-bare Weise begehrte, sich von meinen obernKräften erkennen, und lieben zu lassen. Gottist wohl außer mir, um mich, und überall, (Jc-mniaS 23, 23. 21. Apostelg. 17, 27. 28.)aher nicht aus diese Art, wie im Grunde undMittelpunkte meiner Seele. O welcher Reich-thum, welche Seligkeit! meine Seele! Gott istin dir, du kannst deine Ruhe, deine Seligkeitmitten in dir finden! warum laufest du aus zuden Kreaturen, du ungetreue?!
3. So verbirg dich denn in deinem Mittel-punkte, in Gott, der im Grunde deiner Seeleist. Da, da wird Er dich in Ruhe, und außerdem Geräusche der Kreaturen ernähren mit sichselbst. (Matth. 1, 1. Joh. 6, 5.) Verlaßdenn alle Kreaturen, und komm und wohne inGott, der in dir wohnet, und rede mit Ihm inherzlicher Vertraulichkeit: sage zu Ihm: MeinGott! mein Schöpfer! mein Geliebter! meinhöchstes Gut! Du bleibest in mir, damit ich inDir bleibe: Wer in Mir bleibet, und Ich inihm, der wird viele Früchte bringen.
Wenn du betest, so gehe ein in dein Aller-iimersteS. Gott ist daselbst, um erkannt undgeliebt zu werden. Dieß ist der Hauptzweck,warum Er seine Wohnung in deiner Seele auf-