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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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und lieben. Die meisten Menschen machen cSzu ihrem geringsten und letzten Geschäfte, undlassen sich leicht daran hindern 1) durch zuviele äußere Geschäfte, 2) durch zu große Zärt-lichkeit und Weichlichkeit ihres Leibes, (die leib-liche Uebung ist zwar wenig, aber doch etwasnütze. 1 Tim. 4, 8. Wer nicht gern ins Un-gewisse lauft, und Luststreiche thut, wird auchweislich lernen, seinen Leib betäuben, und indie Knechtschaft bringen. 1 Kor. 9, 2K. 27.)3) durch Vernachlaßigung der innern und äußernAbgeschiedenheit und Einsammlung. (1 Mos.21, 63. Luk. 6, 12. Apostelg. 10, 9.) ä)Durch zu große Trägheit, den Neigungender Natur zu widerstehen.

3. Wenn uns der göttliche Bräutigam nocbnicht vergönnt, seine» Mund zu küssen durchdie Bcschauung, so müssen wir uns zu sei-nen Füßen halten und dmch eine einfältigeBetrachtung verschiedener Wahrheiten von Got-tes Gegenwart, Allmacht, Güte, von seiner Liebegegen uns, von seinem allzeit offnen und wachen-den Auge über uns; oder von der Person JesuChristi, von seinem Tode, Auferstehung u. s. w.diese allgemeinen Wahrheiten sollen wir immerim Gemüthe und Gedächtnisse haben, um unsdadurch zur vollkommenen Vereinigung mitGott zur Zeit des Gebets zu erhebe».

ä. Das Erste ist, daß sich die Seele dabeiin die Gegenwart Gottes stelle, und dann,wenn sie eine Wahrheit zu bedenken vorgenommenhat, muß sie ganz stille und friedsam in ihrerBetrachtung bleiben, damit, wenn es Gott ge-fällt, ihr etwas einzugeben, und sie mit Ihm