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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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sie können nicht vergnügt seyn, als mir in Dir!Ey, so laß denn dein Reich bald kommen; ichbitte Dich alle Tage: Dein Reich konnne zulins, und Du weißt, daß ich brenne, dein Reichin mir befestiget zn sehe».

7. Wer die Lust der Welt genießen will,kann Gott und des Geistes Freuden nicht gcnic-sien, Gott ist eifersüchtig: um seiner unendlichenUnübertrefflichkeit und Würdigkeit willen, kannEr seinen Freudengenuß denen nicht geben, dieanderswo, als in Ihm ihre Lust suchen. Ichwill daher meiner Seele die falsche Freiheit,unter dem Vorwande der Erguickung, inandern Dingen hcrnmzuschweifen, nicht mehrgestatten, sondern sie beständig, so viel möglichin Gott, ihrem Rnhepnnkte, vereinigt halten.Es ist Kreuz genug, wenn mich nöthige Ge-schäfte, und die menschliche Schwachheit davonabziehn: aber ich hoffe, daß mir Gott auch nochdie Gnade einer nnnnterbrochencn Vereinigungmit Ihm schenken werde.

8. Ach, wann werde ich wahrhaft ans mirausgehen, mich ganz zu Gott erheben, und imimmerwährenden Umgange mit Ihm mich unter-halten! Ich sehe wohl, dazu wird der Geist desGebetes erfordert, und dieser kann nur erhaltenund bewahret werden durch Einsamkeit, Ent-haltsamkeit, nnd treue Uebung des Gebetes.Der äußere Mensch muß, soviel es der Standund Beruf zuläßt, in, Stillschweigen, undder Innere in Reinigkeit gehalten werden.Bei allem, was sich immer zuträgt, bei jedemWechsel der Dinge sprich zu dir selbst: MeineSeele! was schadet es dir? was hilft es dir?