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den, berauben wir uns, weil wir (nicht daheimseyn,) unser Inwendiges nicht bewahren wollen,n»d also die Gnade» nicht empfangen, oder dieempfangenen wieder durch Untreue verlieren, dieden mitgetheilten Gnadenbewcgungcn nicht folgt,oder durch Trägheit, die alle Mühe, und dasLeide» in Uebung der Tugend scheut, oder durchLeichtsinn, der sich ins Aeußere zerstreut, undder Barmherzigkeit Gottes vergißt. Wo keineInnigkeit ist, kann nichts vollkommenes seyn,weil keine Treue da ist im Gebrauche der Gna-den Gottes.
6. Wir können uns nicht genug vor den täg-lichen Verwicklungen in äußere Dinge hüten;weil Jesus gesagt hat: Trachtet zuerst nachdem Königreich Gottes: — alles an-dere, was euch nothwendig ist, wird euchzufalle n. Warum sollte ich mir so viele Mühemache» mit äußern Dingen, die mich vom In-wendigen abziehen? Alle meine Sorge, all meinFleiß, und alle meine Gedanken müssen sich nurauf das Königreich Gottes in mir richten, dieSorge für alles übrige will ich Ihn: überlasse».Wenn nur einmal sein Königreich in mir fest-gesetzt wäre, dürfte ich dann noch zweifeln, daßCr nicht für alles sorgen würde? Dieses wirdin mir nicht zu Stand kommen, wenn ich nichttrachte, ganz in meinem Inwendigen versammeltzu seyn. Lasse ich aber die göttliche Liebe inmir herrschend werden, so wird sie mich rechtinnig, und Jesu Christo ganz gleichförmigmachen. O, wie groß, o Herr! ist der Betrugder Menschen, daß sie außer Dir ihre Lust su-chen! Du bist der Ruhcpunkt aller Geschöpfe;