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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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alle Aufmerksamkeit auf diese ihre Gleichförmig-keit, mit seinem Wille», um sie alles Trosteszu berauben; und so versinkt sie fast in einergänzlichen Trostlosigkeit, und mififällt ihr selbstganz und gar, ob sie gleich Gott sehr wohl ge-fällt (Ps. 76, 6. Hohcl, 1, 6. Joh. 9, 28.)

5. Die Seele erweiset da eine größere Treuegegen Gott, da sie mitten in dicken Finsicrnipendes Glaubens eben so fest an Gott, seine Voll-kommenheiten und Gchcimniße glaubt, als wennsie von den lebendigsten Lichtern des Paradieseserleuchtet wäre. Es ist kciu Wunder, Gott undseine Herrlichkeit sehen, wenn man übcrflüsiigcSLicht hat; aber wenn Dunkelheit in der Seeleist, kann die Seele Gott verherrlichen, und au-ßerordentliche Treue zeigen.

6. So sey denn meine Seele zu allein be-reitet, Licht und Finstcrnifie lobet denHerrn! Erfreue dich, wenn du keinen Stichsiehest, und halte die Beraubung der Lichter fürein großes Geschenk vom Himmel, und glaube,daß dir der beste Theil zugefallen sei).

7. Es giebt Augenblicke, wo uns eine kleineWiderwärtigkeit niederschlagt, und zu Bodenwirft. Ein andersmal, wenn uns Gott unter-stützt, kann uns ein ganzes Heer nicht furchtsammachen. So lernen wir unser Vertrauen aufGott verdoppeln, und das Mißtrauen aus unsselbst vermehren, so erkennen wir, daß Gotttödte und lebendig mache, und daß Er alleinunsere Stütze sey, und wir ganz von Ihmabhängen.

8. Oft fürchte ich mich, große Fehler zu be-gehen, weil ich mich so lange bei meinen Feh-