Leidensschulc lernen wir's. Wenn wir in seinemErempcl studieren, wie Ere in seinem Leidenund Verfolgungen »nichte. Jesus »der schwieg;und wenn Er etwas that und redete, so küßteEr seinen Verräther, und nannte ihn seinenFreund. Wenn wir uns beklagen, rächen, ver-theidigen, Scheltwort mit Scheltwort vergelten,können wir sagen, daß wir Christe», ChristiNachfolger seyen?
9. Wenn man auch deine guten Unterneh-mungen hindert, so beruhige dich, und du er-wirbst dir zwei Kronen; eine krönet deinen gu-ten Wille»; die andere deine Geduld, Demuthund Ergebung in Gottes Willen.
19. Ein für allemal; wer in Christo frommleben will, trage auf keinen andern Gewinn an,als verachtet, "verspottet und gckreuziget zu wer-de», und Wiederspruch zu leiden. Wer etwasanderes erwartet, betrügt sieh. Wer sich fürChristus, also als ein Feind der Welt, der Na-tur und des Satans erkläret, der muß sie auchalsbald als seine erklärten Feinde haben, die ihmunaufhörlich widerstehen, hindern und aushaltenwollen. Aber die heilige Thorheit des Kreuzesüberwindet alles.
11. Wer ein Jünger Jesu seyn will, mußam Kreuze sterben, und in den Schmelzofen hin-ein, damit seine Liebe rein werde. Die Heiligenhalten sich, wie eine Bildsäule, welche vom Ham-mer und Eisen sich schlagen läßt. So müsse»wir erdulden die Schläge der Lästerungen, Ver-folgungen, der bösen Absichten, der leiblichenSchmerzen und geistlichen Traurigkeiten. Allesschlägt auf uns zu, Engel, Teufel und Menschen,