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die er haben möchte, uns vom Tode zu rettenzn folgen. Denn dieß bleibt immer die Haupt-rcgel: unsere Seele soll nie etwas anders wol-le», als was Gott will.
6. Das Zeugnis, unsrer Liebe Gottes, daßwir beim Leiden des Unrechts, abzulegen Anlaßhaben, überwiegt alles angethane Unrecht. DieTugend, die wir beim Verlust der zeitlichen Gü-ter und Ehre» üben können, erwirbt uns vielwichtigere Güter, als alles, waS wir im Zeit-lichen verlieren. Die Kreaturen können unsnicht grausamer verfolgen, als wenn sie unsschmeicheln, und nach Wunsch zu Gebote stehen;denn da sind wir in Gefahr von Gott abge-wandt, und an sie anhänglich zu werden. Wennuns aber alle Kreaturen bitter werden, so er-weisen sie uns die größte» Dienste, weil wirdann große Leichtigkeit haben, uns zu Gott, zubekehren.
7. Beleidigt dich Jemand mit Worten, soantworte du mit einer kurzen, gelinden, demü-thigen Rede, so hast du seinen Zorn gebrochen,und ihn überwunden. Das ist keine Tugend,denen freundlich begegnen, die uns flattiren.Aber mit Unfreundlichen freundlich umgehen,das erfordert Tugend. Wer über die, welcheihm Uebel anthun, zürnet, ist gleich dem Kinde,das sich an der Ruthe rächen will, mit der esvom Vater gezüchtiget wurde. Die Geduldkann alles Böse in Gutes verwandeln.
8. Sonderbar ist es, daß uns JesuS nurdiese Eine Lektion von Ihm zu lernen befohlenhat: „Lernet von Mir sanftmüthig unddemüthig seyn vom Herzen." In der