?)«
Absicht der Juden, sondern uns den LiebcS-Willen seines Vaters.
3. Alle Leiden sind liebenswürdig, besondersdie, wann wir mit Unrecht übel behandelt wer-den; denn so hat Jesus ans Erden auch gelit-ten. Sage daher nicht: ich wollte dieses gernevon den: und dem leiden, wenn er nur das ge-ringste Recht dazu hatte, und es nicht lauterBosheit wäre. Sey es, dasi er kein Recht undkeine Ursache habe, dir so zu begegnen, so ist esdoch recht bei Gott, so ist eS doch der SinnChristi, dass du es leidest, und du wirst Ihmdadurch sehr angenehm. Es lehrt dich die aller-höchste Geduld: und Geduld bringt Friede», unddieser Friede giebt dir Freiheit, dem Einen Noth-wendigen dich ganz zu ergeben.
ä. Wann uns also die Menschen schmähen,so wollen wir nicht sorschcn, wie sie es meinen,sondern nur denken; Gott bediene sich ihrer, umuns Gelegenheit zu geben, etwas zu leiden, unduns selbst abzusterben. Dies; verschaffet unss) Uebcrlassung an Gott, der alles sügt, wie esIhm gefallt; i>) Frieden mit dem Nächsten, der«ur die Anordnung Gottes ausführt, wann eruns beleidigt; e) Beruhigung in uns selbst, dasinur Gutes von Gott, der unendlichen Gütekommen könne.
5. So will Gott auch bei einer leiblichenKrankheit, dasi wir leiden, und mit Sanftmuth,Friede und Liebe darein willigen sollen. WeilEr aber bisweilen nur will, dasi wir leiden, nichtaber, dasi wir sterben sollen, so will Er auch,daß wir Mittel gebrauchen, nicht — um vom,Leiden los zu werden, sondern um seiner Absicht