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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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gen, z» lieben und geliebt zu werde», völlig ge-stillet. An ihm kann er sich allein satt liebenund geliebt werden.

7. Wenn wir etwas Gottgefälliges thun, so>st Ihn, nicht darum gefällig, weil es ansuns kommt, sondern weil wir es in Vereini-gung mit Jesu, und gleichsam versunken in Ihm,und ans Ihm thun, und einigermaßen sind, wasEr ist, und thun, was Er thut. Doch damüssen wir anbeten und warten bis auf denTag der Ewigkeit, wo wir es begreifen werden.

8. Unser inwendiges Leben besteht nur inder Liebe und Vereinigung mit den StändenJesu Christi; nicht aber darin, daß wir sie bloßliebe» und kennen; sondern daß wir sie aus-üben. Aber dazu muß alle fleischliche Klugheit,die Welt und die Natur in unS umgekehrtwerden. Wie JesuS, da Er in Person auf Er-den war, von den Seinen nicht aufgenommen,und von der Welt nicht erkannt wurde, so mußcS auch setzt noch gehen. Denn als man sah,daß Er in einem Stalle geboren, als ein armerZimmermann, ja als ei» Sünder verachtetward, verfolgt, verdammt wurde, und am Kreuzestarb, so hielt man Ihn nicht für Christus den Meßias. Eben so, o Jesu! bist Dunoch diese Stunde unbekannt. Die sogenanntenChriste» nehmen Dich nicht auf in sich, lassendeinen Geist und deine Lehren in sich nicht le-ben, auch selbst von denen, welche die Frömmig-keit vorgeben, wird deine Armuth und Veracl)-tung nicht gekannt, geachtet und geliebt. DieBegierde, was Großes zu seyn, und die Scheuvor Verachtung gilt bei ihnen zu viel.