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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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weil das Fleisch zu zärtlich ist, weil man sichzu viel schaue» will, zu viele Bedenklichkeirenhat, uud lauscht nur, was andere dazu sage»werde». Mau giebt der Natur, dcu Freun-de», den sinnliche» Menschen zu viel Gehör, dieden sinnlichen Neigungen schmeicheln. MeineSeele! du weiht, wozu du berufen bist, und dasist genug. Schließ die Auge» zu, und sieh ausnichts, als nur allein aus Gottes Wohlgefallen.Thu, was Er will, und verachte alles Uebrige.Uebergieb dich ganz, und folge treulich seinerLeitung; cS toste, was es wolle.

t>. O Jesu, wie sind deine Wege so schön!wie schön ichs, so auf Erden zu leben, wie Je-sus lebte! Dir will ich folgen, und wenn Guter,Gesundheit, Ehre und Leben, und alles verlorengeht. Deinem Gebote treu seyn, ist besser, alsdie ganze Welt bewahren. Ich will deine Gnadenicht einschränken! ein Jeder sage, was er will,es ist besser ein Jahr in der christlichen Voll-kommenheit, als dreißig Jahre im gemeinen Le-ben zubringen. Wozu sparen wir unsere Kräfte?Meine Seele! sey treu, und thu nicht einenSchritt zurück.

7- Ich schäme mich wenn ich die Dinge be-trachte, wodurch wir uns aufhalten lassen. DieZüge Gottes verachten, um den Begierden arm-seliger Kreaturen zu gehorchen, welche Untreue!Sollte sie Gott nicht mit Beraubung allerGnaden strafen? Lasset uns lieben den ganzLiebenswürdigen! Lasset uns fliehen die Welt,ihre Lüste und Eitelkeiten, so thu» wir den er-sten Schritt. Lasset uns umarmen die Schmachund die Verachtung, so gehen wir schon weiter.