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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
Entstehung
Seite
60
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Welt. Wir wolle» wohl mit Jesu ein» seyn,»der doch unsere Reichthümer bewahren; wie wol-len verachtet seyn, aber doch bei Ehren bleiben;wir wollen leiden, aber doch alle Bequemlichkeithaben. Allein so kommen wir nicht weiter. DieGnade kann nicht lang in meiner Seele sey»,so macht sie gleich, dass sie die gemeinen Schran-ken überschreitet. slkllo kalt kalre ües exeös).

3. Wenn die Gnade an einer Seele arbeitet,in welcher Jesus eine Gestalt gewinnen soll, sogeht sie, wie die gewaltige Herrscherin zu Werke;sie sucht ihre Herrschaft auszudehnen, und machtüberall Eingriffe, wo sie kann; sie last die Nach-barn sich beklagen, die Natur schreien, dieSinne und den Eigenwillen murren, sie hörtnichts an, sie antwortet nichts, sie setzt ihr Ge-schäft fort auf Kosten der Natur, und nimmtalles unter ihren Gehorsam gefangen,

ä. Die Reichen der Welt sind nicht mitbloßer Nahrung zufrieden, sie suchen Uebcrflußund Pracht, und wollen Staat machen. Sosucht ein Christ auch nicht nur sich so zur Nothzu verläugne», um nur so bloß noch im Lebender Gnade zu stehen, sondern er will einen tteber-fluß an Vcrläugnung, um Jesu dem Gekreuzig-ten desto ähnlicher zu werden, der diejenigen umso mehr liebt, die freiwillig sich viel kosten lassen,um so wie Er, zu seyn in dieser Welt,

ki. Viele sind berufen zur Vollkommen-heit durch besondere Gnaden aber wenige(AuScrw ählte) gelangen dahin, bloß ausMangel der Treue und Standhaftigkeit, Manergreift mit Ernst das Gebet und die Sclbst-verlaugnung; aber läßt bald wieder nach,