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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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meine Seele! was du für ein Leben führest,wenn du nur das Leben Jesu ehrest!

ä, Ei» jeder ehre Gott auf seinem Wege, inseiner Lcbeiisart, Ei» jeder Stand, auch derverachtete, und jede Gnade, auch die geringste,ist für uns gut. Es giebt Gnade», die mannicht achtet, und die weit höher zu achten wa-ren; z, B.: Arbeiten und leiden um Gottcs-willcu ist besser, als Offenbarungen und Ent-zückungen habe»,

5. Man wird nicht auf einmal vollkommen,und bis zur höchsten Stufe des geistlichen Le-bens erhoben. Zuerst erlaugt die Seele einenBlick von der Schönheit dieses Lebens des Gei-stes; dieß beschämt sie über ihre Gebrechen; siefangt an sich zu verläugnen in allen Dingen,und sieh loSzureisien von den Geschöpfen, undsich zu reinigen von allen Befleckungen des Flei-sches und des Geistes. Dann erst wird sie einHelles Licht, klar sehend, das ist, ihr Ver-stand wird erleuchtet, und erkennt nun erst rechtdie Vortrefflichkeit und Schönheit des geistigenLebens, und die Geheimnisse, die in Jesu, demarme», leidenden, verachtenden Jesuverborgen liegen. Jetzt strebt sie nach einer be-ständigen Vereinigung mit Gott, den sie inihr gegenwärtig sieht. Nichts kaun sie da mehrstören, selbst das Leiden nicht. Diese Füh-rung der Gnade ist die gewöhnliche, doch nichtohne Ausnahme.

6. Gott macht es in einer Seele, wie einKönig in einem neuen eroberten Lande; Er töd-tet und mordet alles, was sieh gegen seine Herr-schaft auflehnt, um sein Königreich sich völlig zu

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