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meine Seele! was du für ein Leben führest,wenn du nur das Leben Jesu ehrest!
ä, Ei» jeder ehre Gott auf seinem Wege, inseiner Lcbeiisart, Ei» jeder Stand, auch derverachtete, — und jede Gnade, auch die geringste,ist für uns gut. Es giebt Gnade», die mannicht achtet, und die weit höher zu achten wa-ren; z, B.: Arbeiten und leiden um Gottcs-willcu ist besser, als Offenbarungen und Ent-zückungen habe»,
5. Man wird nicht auf einmal vollkommen,und bis zur höchsten Stufe des geistlichen Le-bens erhoben. Zuerst erlaugt die Seele einenBlick von der Schönheit dieses Lebens des Gei-stes; dieß beschämt sie über ihre Gebrechen; siefangt an sich zu verläugnen in allen Dingen,und sieh loSzureisien von den Geschöpfen, undsich zu reinigen von allen Befleckungen des Flei-sches und des Geistes. Dann erst wird sie einHelles Licht, klar sehend, das ist, ihr Ver-stand wird erleuchtet, und erkennt nun erst rechtdie Vortrefflichkeit und Schönheit des geistigenLebens, und die Geheimnisse, die in Jesu, demarme», leidenden, verachtenden Jesuverborgen liegen. Jetzt strebt sie nach einer be-ständigen Vereinigung mit Gott, den sie inihr gegenwärtig sieht. Nichts kaun sie da mehrstören, selbst das Leiden nicht. — Diese Füh-rung der Gnade ist die gewöhnliche, doch nichtohne Ausnahme.
6. Gott macht es in einer Seele, wie einKönig in einem neuen eroberten Lande; Er töd-tet und mordet alles, was sieh gegen seine Herr-schaft auflehnt, um sein Königreich sich völlig zu
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