kennen sie, die das Licht des Glaubens regiert.Gieb mir daher, o göttlicher Geist Jesn Christi!dicfi herrliche Leben, welches die Welt nichtempfangen, noch erkennen kann. Joh. Ist, 17.
3. Man findet leicht einen scheinbaren Vor-wand, wodurch man sich von diesem Leben ab-halten läßt. Allein es ist keine Lebensart, undkein Stand, dem JesuS nicht ein Vorbild geist-lich zu lebe», gegeben hatte. Er führte verschie-dene Lebensarten, und doch immer dieselbe. Erführte 1) ein leidendes Lebe» zur Zeit der Pas-sion; 2) ein armes, verachtetes und unbekann-tes Leben — dreißig Jahre lang bei seinen ar-men Aeltern; 3) ein erleuchtendes Lebe» alsLehrer des Volkes; st) ein Leben der Barmher-zigkeit, da Er das Volk speisite, und Allen hals;5) ein gesellschaftliche» Lebe» im Umgange mitseinen Jüngern, und mit den Juden, um sie zugewinnen; 6) ein einsames Lebe» voll Licht undSüßigkeit auf Tabor; 7) ein Leben der Ver-suchung und Enthaltsamkeit in der Wüste; 8) einbeschauliches Leben, da Er ganze Nächte in Wäl-dern und auf Berge» im Gebete durchwachte.Nun führt Jesus alle diese Lebensarten in denChristen bis diese Stunde, und bis ans Endeder Welt, so, daß man allezeit sagen kann: ichlebe, doch nicht ich, sondern Christuslebt in mir. Einige leben sein Leidensleben,und cS scheint, als wenn sie nur zum Leidenaus der Welt wären. Einige leben sein verach-tetes Leben; diese scheinen nur da zu seyn, umverachtet zu werden, und ans die Weise Jesumzu verherrlichen, indem sie es um seiner Liebewillen tragen. Was ist denn daran gelegen,