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und sich selbst vergessen, wenn sie gleich die un-vollkommenste von der Welt wäre, wenn nurdie Unvollkommcnheiten keine freiwillige Sündensind. Sie wendet ihr Auge von ihr selbst weguns Jesnm hin, der allein ganz vollkommen ist,und dem sie sich ganz und gar, wie sie ist, ge-geben hat. — Ich bin vergnügt, obwohl ich un-vollkommen bin; meine Unvollkommenheitcngefallen mir zwar nicht, aber durch GottesGnade beunruhigen sie mich auch nicht.
Geduld und Langmuth ist noth, um sich inGottes wegen zu befriedigen. Sieh weniger ausdich selbst, und wirf dich ganz, wie du bist, indie Arme Jesu Christi. Sieh nur auf Ihn,und stütze dich nur auf Ihn mit ausgebreitetemHerzen. Vor Ihm werden dir deine Unvoll-kommcnhciten nicht mehr nach deiner, sondernauf eine andere, ohne Vergleich bessere und nütz-lichere Weise entdecket werden.
Kannst du dir damit helfen, dasi du so vielan dein Elend denkest? Gewisi nicht. Denk andeinen Gott und Heiland Jesuin Christum. Dießallein schafft dir Friede. Gott wird dich nichtlassen, du arme Kreatur! Was gewinnst du denndamit, daß du so lange in dir selbst bleibst?Verlasse dich selbst, so bald du kannst, und duwirst nach kurzer Mühe und Furcht, die dichdie völlige Ueberlassung kostet, ganz anders inGottes Wegen wandeln, als bisher; du wirstgar bald das Land des Friedens finden.
Ich sehe, daß Gott eine unendliche Oucllealler Güter, aller Vollkommenheiten, aller Herr-lichkeit und Freude ist; und daß Er dieß allesunaufhörlich auf seine Geschöpfe herabfließen läßt