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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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wandtest, dir sein Angesicht verdeckt habe. Re-den hat seine Zeit, und Schweigen hat seineZeit. Schweig in einein so glückliche» Au-genblicke allen Geschöpfen, und gieb Gottes Ge-genwart in dir allein die Ehre: wende dichnicht von Ihm ab.

Um Gott, der dir im Grunde deiner Seelenahe ist, zu finden, mußt du dich mit Ihmallda verbergen, dich einsammeln, und dich in-wendig in dich selbst einwenden, oder einkehren.Dazu dient dir die Nacht am besten, wo allesum dich herum gleichsam todt ist, und keinenEindruck auf dich und deine Sinne macht. Owie oft lassen wir Ihn allein, und wenden un-sere Augen von Ihm ab, wenn wir gleich suh-len, dasi Er unsrer Seele nahe ist, und »nSfreundlich anblickt gleich denen, die im Ka-binete des Königs stehen, und während er her-ablassend mit ihnen redet, steh wegwenden unddurch die Fenster auf die Vorübergehendenschauen.

Einen solchen Leichtsinn, eine solche Unehr-erbietigkeit, die aus Mangel an Andacht vorGottes Gegenwart herrührt, fürchtet eine Seele,die Gott recht nahe fühlet, mehr als den Tod.Das geringste Wort, welches nicht aus Gottzielet, ist ihr unerträglich, weil sie weist, da st einAugenblick des Genusses Gottes mehr werth sey,als die ganze Welt.

Die Seele ist völlig überzeugt, daß in allenGeschöpfen nichts sey, das dem Schöpfer gleichkäme; darum ruft sie mit David: Gott!wer ist Dir gleich?

Auch in der Finsternist, wenn sie von Got-