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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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den sie nie verläßt. Eben das Licht, in welchemsie Gott in ihr gegenwärtig sieht, laßt sie anchden Willen Gottes in Hinsicht ihrer äußern Ge-schäfte sehen, dem sie ruhig gehorsamct, weil sienur will, was Gott will, und sollte sie auch dieRuhe, und den Genuß Gottes darüber verlie-ren. Sie verläßt den Schöpfer, um zu demGeschöpfe zu gehen; läßt sich von Ihm treiben,wohin cS Ihn, gefällt, entweder Seiner zu ge-nießen, oder dein Nächsien zu dienen; das istihr gleichgültig, weil sie nichts sucht, als nurGott zu gefallen, und seinen Willen zu thun.Sie liebt Gott mehr, als die Ruhe in Ihm.

Dennoch weil eine solche Seele von demsüßen Frieden im Gcnuße der Gegenwart Got-tes ganz eingenommen ist, thut sie nichts mitEigenwillen und sinnlicher Lust. Nichts Aeuße-res kann sie reize», oder einnehmen; sie redet,hört und isset nur mit Mühe, weil sie die un-endliche Liebenswürdigkeit bei sich fühlt, undvon Außen nur Dinge sieht, deren Gestalt ver-geht, die betrüglich, vergänglich; also ihrer Ach-tung und Liebe unwerth sind. Inwendig, woihr Schatz ist, dahin gehen anch alle ihre Ge-danken und Neigungen.

Es ist in mir bisweilen der Wunsch regegeworden, blind, taub und stumm zu seyn, da-mit ich ganz abgeschieden von allem, desto in-niger und ehrfurchtsvoller mit Gott in mir um-gehen könnte; weil ich leider erfahre, daß meineSeele Gottes Gegenwart oft vergißt, weil siedurch die Fenster ihrer Sinne ausgeht, und inden Geschöpfen herumirrt. Mach die Fcn-