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Truppen gehabt hatte. In seinem zwanzig-sten Jahre conzmandirte er schon als kur-brandenburgischer General in den Niederlan-den. Tapfer, unerschrocken, ^ ausdauernd,sich selbst nicht schonend, zeigte er in seinemAeussern etwas besonders Rauhes und Schrck-ken einflößendes, zeigte er eine auffallendemilitärische Heftigkeit, schien er keine andre-Wissenschaft, als das Exerciren, den Stock,und das Fluchen, zu besitzen, haßte er alles,was nur einigermaßen den Characktcr desSanften, Ehrbaren und Humanen an sichtrug. Die strenge Mannszucht, die FriedrichWilhelm bey seiner Armee einführte, warganz fein Work; aber eine Folge derselbenwar die bewundernswürdige Uebung und Fer-tigkeit, worinn es die Preussen allen andernSoldaten dieser Zeit zuvorthaten.
Die außerordentliche Vermehrung, dieFriedrich Wilhelm mit seinem Heere vornahm,der große Aufwand, den ihm seine Pots-damer, und die Vorräthe von allerley Kriegs-bedürfnissen, verursachten, verzehrten dengrößten Theil seiner sehr mäßigen Staats-einkünfte. Aber Friedrich Wilhelm wußte
das.