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15 (1805)
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ihm nun die Stelle des ersten Ministers,und es schien auch anfangs, als wenn er sichden Staatsgeschafften mir größerm Eifer wid-men wollte. Aber seine Trägheit, seine Zer-streuungen, riefen ihn von der rühmlichenLaufbahn bald wieder zurück. Er befand sichden größten Theil des Vormittags in einerBetäubung, die eine Folge seiner nächtlichenAusschweifungen war. Daher mußte er dieArbeit den Staatssecretären überlassen. Ver-gebens warnten ihn die Aerzte wegen desbedenklichen Einflusses, den der überspannteGenuß der sinnlichen Vergnügungen auf seineGesundheit äusserte. Ehe er einen ernstlichenAnfang machte, diesem nachtheiligen Einflüssevorzubeugen, sank er (am 2. Dec.) in dieArme einer Maitresse, Nahmens Phalaris,die neben ihm am Feuer saß. Es war nie-mand bey der Hand, weil Orleans um dieseZeit, auf einer Hintertreppe, zum Könige zugehen pflegte. Als endlich ein Wundarztherbey kam, fand er den Herzog des Lebensschon völlig beraubt. Er war noch nicht vielüber 49 Zahre alt.

Fleury, Ludwigs XV alter Lehrer, hättejetzt das wichtige Amt eines ersten Ministers

leicht