Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
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195
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leicht selbst erhalten können, weil er dasganze Vertrauen fernes königlichen Zöglingsbesaß. Als der Sohn eines Zolleinnchmers,halte er die Stelle eines königlichen Capeltlans blos der Empfehlung der frommen Damenam Hofe zu danken, wurde er, ungeachtetes Ludwig XIV ungern sah, Bischof vonFrejus, hatte er, obgleich die rankevollenJesuiten ihm entgegen arbeiteten, das Glück,Ludwigs XV Lehrer zu werden. Jetzt wolltte er, unter der Mtnisterverwaltung einesregierungsunfahigen Prinzen, auf seine eigtne Staatsgewalt desto sicherer vorbereiten.Daher rieth er dem Könige, dem Herzogevon Bourbon die Stelle des ersten Minitstcrs anzuvertrauen, und er hatte die Sa-ehe so gut vorbereitet, daß, eine Stundenach Orleans Tode, alles schon in Nichtig,keit war. Doch Bourbon war eben so we,mg, als Orleans, im Stande, der Ver,waltung der Negicrungsgeschafte sich mitErnst zu unterziehen. Er theilte sie vieltmehr mit seiner Maitresse, der Marguisevon Prie, einem Frauenzimmer, welchesalle möglichen Leidenschaften, vornehmlich abereine unersättliche Begierde, zu herrschen undN 2 sich