Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
Seite
155
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pflegt. Er ließ sich vielmehr dadurch so we«nig irre machen, daß er, als jener vonseinem Sitze aufstand, in den Ausruf: ukculo cl'^nxelo! ausbrach. Vendome woll-te nun mit niemand, als mit ihm, zu thunhaben. Er war sein Hausgenosse, sein Ea«pellan, sein Secrctär, sein Koch; er be-reitete ihm wohlschmeckende Käsesuppen zu;er belustigte ihn durch schmutzige Erzählungen.Nach Vendome's Tod kehrte er nach Parmazurück. Der Herzog schickte ihn hierauf alsseinen Residenten nach Madrid. Durch dieKönigin Elisabeth, die seiner Unterhandlungdie spanische Krone zu danken hatte, warder erster Minister. Alberoni vereinigte mitausserordentlichcn Fähigkeiten, zu deren Aus-bitdung sein unbegränzter Ehrgeiz sehr vielbeytrug, eine unerschöpfliche Kunst in derAnspinnung politischer Händel, eine rastlose,kühne, aber doch behutsame Thätigkeit, eineunerschütterliche Standhasligkeit.. PhilippV, der jetzt unter die Herrschaft seiner zwey-ten Gemahlin kam, war von Natur sanftund nicht sehr thätig, dabey ansserordentlichfromm und schüchtern! Seine vornehmsteLeidenschaft war d r Umgang mit Frauen«

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